November 19

Es zeigt, wie schön wir es haben, meint der Fotograf (T. Kulcsar)

Eins.
Ein Blick zurück in den Sommer, die Schatten hinter uns lassend. 
Das Geschenk der Natur ist immer neu. In jedem Augenblick. Mir ist klar, sie braucht unsere Wahrnehmung nicht, um beseelt zu sein, vielmehr beseelt sie uns, indem wir uns ihr nähern.

Sie sagen’s mit Rilke: 

http://kabarettwein.und-so.at/wp-content/uploads/2019/11/Rilke-3.mp4

Zwei.
Unlängst macht der Sohn ausnahmsweise einen Herbstspaziergang mit der Mutter unter der Bedingung, während der Kurzwanderung ein Gedicht auswendig zu lernen. Das erinnere ihn so an seine Schulzeit. Da waren diese Ausschreitungen mit der Erziehungsberechtigten immer gekoppelt mit Französisch-Vokabel-Lernen (verhasst) oder Gedichtauswendiglernen (erträglich). Französisch können beide kaum mehr. 
Sich ein Gedicht einzuverleiben war allerdings unlängst ein richtiges Vergnügen.

Drei.
Die Geborgenheit, die darin liegt, sich die richtigen Speisen auf der Zunge zergehen zu lassen:
Brimsen, kräftig. 
Walnuss, frisch aus dem Gehäuse.
Zichorie, bitter.

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