4. Juli 2015

Urlaub
glocknerneu kopieweb

Linhart, der Einfachheit halber schreib ich im Urlaub.
Da scheint die Zeit ein bissl still zu stehen.
Rund um das Gehen am Alpe Adria Weg:

Anreise mit dem Bus von Döllach auf die Franz Josephs Höhe. Sepp P. nimmt uns mit und schenkt uns die Maut. Umsteigen in Heiligenblut. Weiter mit einem vollen TouristInnen-Wanderbus. Zum schönsten Panoramablick Österreichs.
Von nun an geht’s bergab. Vorbei an der traurigen Pasterze.
Zum Sandersee. Dann kommen wir schon das erste Mal vom ausgeschilderten Weg ab. Dieser Fehltritt sollte uns belohnt werden mit einem kurzen Ausruhen auf einer Gletscherschliffdüne rund um den Mageritzenspeicher. Glimmer und Glitzer überall. Auch im Gesicht und zwischen den Zähnen. Weiterhin bergab geht der Weg. Die Pflanzenwelt rund um uns ändert sich…die ersten „lustigen“ Lärchen, verbogen durch Wind und Wetter, der Duft von Labkraut und Baldrianblüten. Ein paar Meisterwurzeln lassen sich leicht aus dem Erdreich ziehen. Bitter schmecken sie.

Bei der momentanen Hitze reicht es, viel Wasser zu trinken. 2 Pfirsiche und eine Frittatensuppe bei einem fleißigen Jausenstationswirt stärken uns.

Karl T., der lebenstaugliche Südtiroler ruft während unserer Ankunft bei der Bricciuskapelle an. Im Inneren des Kirchleins ohne Turm hängt eine antisemitisch angehauchte Bildgeschichte. Glockner und Johannisberg begleiten uns den ganzen Tag über. Und die Anfänge der Möll.

Der Wirt vom Lärchenhof in Heiligenblut lädt uns ein zu Eiskaffee und Frizzante. Mama kocht am Abend ein dreigängiges Menü. So leicht geht das Leben!

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